
Für den Verhaltensforscher Claudio R. Nigg ist so etwas kein Zufall. Bewegung, sagt er, beginne selten mit Disziplin, sondern fast immer mit Interesse: «Man muss die Bewegung mit etwas verbinden, was man gern macht.» Das Interesse allein genügt aber offenbar nicht. Denn unbestritten ist, dass sich der moderne Mensch zu wenig bewegt – mit bekannten Folgen wie Diabetes, Übergewicht oder Schlaganfällen. Und selbst das Wissen um diese gesundheitlichen Risiken ändert wenig: «Einsicht bringt uns erstaunlich selten in Bewegung. Man denke an die Ärzte, die trotz besserem Wissen rauchen.» Und an diejenigen Bewegungsmuffel, die sich nach Silvester ein Fitnessabo gönnen, es ein paar Wochen testen – und dann vor allem eines trainieren: das Fernbleiben.

