
Es zeugt von wenig Verständnis für die moderne Medienwelt, wo immer mehr Leute zusammenwirken, um Informationen zu recherchieren, zu verifizieren und zu veröffentlichen. Das sind nicht nur Medienschaffende, sondern auch externe Datenanalystinnen, Social-Media-Experten und weitere Zulieferer, Unterstützer und andere Hilfspersonen. Diesen «Realitäten der Medienwelt» trägt sogar das Bundesgericht Rechnung, indem es Quellenschutz auch dem CEO von Ringier gewährt; auch der Beobachter gehört zu Ringier. Sie hingegen wollen nur noch Leuten Schutz gewähren, die «unmittelbar erforderlich» sind. Ein schwammiger Begriff, der alle Quellen verunsichern wird.

